Bild: Pastell von Edgar Degas

Selten sind Pastelle berühmter Künstler in Museen zu sehen. Doch wer sich sputet, kann in Wuppertal noch bis zum 26. Februar die einzigartigen Werke des Pastellmalers Edgar Degas im Original genießen…

Alles in Bewegung

Die Ausstellung im Von der Heydt-Museum zeigt neben den Werken von Edgar Degas auch Skulpturen seines Künstlerkollegen Auguste Rodin. Die beiden kannten und schätzten sich, obwohl ihre Werke doch gänzlich unterschiedlich ausfielen. Interessant ist aber, dass beide von denselben Themen fasziniert waren: Anmut und Bewegung und Körper im Raum. Deshalb malte Degas am liebsten alles, was in Bewegung war: galoppierende Pferde, sich wiegende Tänzerinnen oder Szenen aus dem Pariser Nachtleben.

Weich zeichnen

Für die Bilder der Tänzerinnen eigneten sich softe Pastelle besonders gut, denn sie wirken wie ein Weichzeichner:  Die Farben gehen sanft ineinander über, so dass keine harten Kanten entstehen. Die Bilder sind ganz pudrig und leicht. Das passt wunderbar zum schummrigen Licht und den zarten, filigranen Körpern der Tänzerinnen. Edgar Degas malte aber auch gerne Porträts mit Pastellen, denn das Gesicht erhielt durch die pudrige Konsistenz der Farbe einen ganz natürlichen Ausdruck.

Selbst mit Pastellen malen

Wer die Pastellmalerei einmal selbst ausprobieren möchte, findet in den  Atelier-Tipps in Mein Kreativ-Atelier Nr. 88 eine einfache Einführung zum Malen mit soften Pastellen. Außerdem gibt es hier viele Tipps. Zum Beispiel das Bild zum Schluss mit einem Fixativ zu besprühen, denn ansonsten ist das schöne Pastell ganz schnell dahin! Insgesamt benötigt Ihr für das Malen mit Pastellen nicht viele Materialien, und auch keine Vorkenntnisse. Also probiert es einfach mal aus!

Edgar Degas und Auguste Rodin

Übrigens: Die Werke der beiden Künstlerkollegen Degas und Rodin wurden noch nie zuvor in einer Ausstellung so umfassend gegenüber gestellt. Da beide großartige Künstler sind, sollte wer kann unbedingt noch einen Ausflug nach Wuppertal ins Von der Heydt-Museum machen!