Ferdinand Hodler

Ferdinand Hodler, Selbstbildnis

Ferdinand Hodler (1853 bis 1918) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Illustrator des Symbolismus und des Jugendstils. Er gilt als der bekannteste Schweizer Künstler des 19. Jahrhunderts.

Ferdinand Hodler wuchs in der Schweiz in ärmlichen Verhältnissen und mit einem tragischen Schicksal auf. Seine Eltern starben früh; bereits als Volksschüler arbeitete Ferdinand in der Malerwerkstatt des alkoholkranken Stiefvaters mit, um für seine jüngeren Geschwister zu sorgen. Mit 15 Jahren begann er eine Lehre als Ansichtenmaler. Einige Jahre lang studierte er die Alten Meister und orientierte sich an den großen Künstlern seiner Zeit, wie Camille Corot und Gustave Courbet. Mitte der 1880er Jahre begann Hodler sich von den künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, Parallelismus genannten Stil zu entwickeln.

Mit einem skandalträchtigen Gemälde, das die Motive Schlaf, Tod und Sexualität thematisiert, gelang Hodler der Durchbruch: Die Ausstellung des Bildes „Die Nacht“ wurde in letzter Minute verhindert, und das Gemälde als sittenwidrig beurteilt. Eine daraufhin privat organisierte Ausstellung wurde zum großen Erfolg und zog weitere Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig nach sich. Bis 1900 beschickte Hodler über 200 Ausstellungen und war damit einer der führenden Maler in Europa. Allgemein bekannt sind vor allem Hodlers späte, expressionistisch anmutende, einfache Landschaftsgemälde.

Ferdinand Hodler, Waldbach bei LeissingenIn Mein Kreativ-Atelier Nr. 103 finden Sie das Gemälde „Waldbach bei Leissingen“ Schritt für Schritt zum Nachmalen.

 

Bildnachweise:
Ferdinand Hodler, Selbstbildnis mit aufgerissenen Augen III, 1912, via Wikimedia Commons
Ferdinand Hodler, Waldbach bei Leissingen, Öl auf Leinwand, 1904, via Wikimedia Commons

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