Bild: Tuch aus gefärbtem Stoff

Shibori ist eine über 1000 Jahre alte japanische Färbe-Technik. Dabei werden Stoffe zunächst abgebunden, gefaltet oder vernäht. Nach dem Färben entstehen so kunstvolle Musterstoffe, aus denen sich individuelle Accessoires machen lassen. Neidische Blicke garantiert!

Die Technik

Shibori ist ein ursprünglich traditioneller Begriff, der sich mit „drehen, pressen, klemmen“ übersetzen lässt. Bei dieser Reservetechnik werden durch Falten, Abbinden, Knoten und Nähen Muster in Stoffe eingefärbt. Dabei dringt die Farbe an den gefalteten oder abgebundenen Stellen nicht in den Stoff ein. Es entstehen Muster wie Linien, Rauten, Quadrate oder Kreise. Durch zusätzliches Einbinden von Holzstücken, Murmeln oder Knöpfen entstehen neue Musterkombinationen. Gefärbt wird der Stoff traditionell mit echten Indigoblau-Pigmenten. Die zunächst grünen Pigmente verwandeln sich beim Färben durch Oxidation in ein kräftiges Dunkelblau. Die Farbe entfaltet sich besonders gut auf weißen Naturstoffen wie Baumwolle, Seide oder Leinen.

Shibori als Trend

Nach Ende der 80er und 90er Jahre wollte den einst begehrten Batik-Look niemand mehr sehen. Doch im Laufe der letzten Jahre hat Batik sein staubiges Image abgelegt. Gerade bei Wohndeko und in der Mode sind die raffinierten Shibori-Muster wieder angesagt. Viele Designer verwandeln mithilfe der alten DIY-Technik Kissen, Vorhänge, Hand- und Geschirrtücher sowie viele andere Textilien in moderne Hingucker mit spannenden und einzigartigen Mustern. Aber nicht nur im Interior-Bereich kann sich dieser Trend sehen lassen. Modische IT-Pieces wie Shirts, Taschen, Kleider oder Schals verleihen jeder Trägerin einen Touch Individualität. Wie Ihr Euch einen tollen Schal im Shibori-Look zaubert, erfahrt Ihr in der aktuellen Mollie Makes (Ausgabe 28). Dort zeigt euch Bloggerin Amy Phipps wie aus einem einfachen Stoffstreifen ein ganz besonderes Mode-Accessoire wird.