Gibt es Handarbeitskurse bald auf Rezept? The Knitter sprach mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Edda Jaleel, die sich leidenschaftlich dafür einsetzt, den gesundheitsfördernden Effekt von Handarbeit (wieder) mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.

Handarbeiten für Herz und Gehirn

Dr. Edda Jaleel erforscht die positiven Auswirkungen von Handarbeitstechniken auf die Gesundheit. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Gedächtnisprobleme oder auch Depressionen können Folgen von chronischer Überlastung sein. Handarbeiten kann hier bereits im Vorfeld präventiv wirken. Entspannen, Ruhe finden, produktiv sein und sehen, wie man vorankommt, schafft Glücksgefühle.

Der Zauber der Handarbeit – kreativ, gesund, kostengünstig und mobil!

Beim Handarbeiten stehen der kreative Prozess, die Konzentration auf das Projekt und auch der Austausch mit anderen im Vordergrund. Handarbeiten ist ein „kostengünstiges und jederzeit verfügbares Mittel, um gesundheitsförderndes Verhalten in den Alltag zu integrieren“, so Dr. Jaleel. Ein Stricktreff beim Fachhändler beispielsweise kann einen guten Rahmen schaffen: „Geschäfte mit Handarbeitsbedarf sind ideale Treffpunkte, nicht nur, um dieses Wissen an die Kunden zu vermitteln, sondern auch, um Raum für Kontakt und Austausch bereitzustellen“, sagt Dr. Jaleel. Langfristig möchte sie ein Netzwerk von Fachhändlern aufbauen, um den Menschen den Zugang zu dieser Art von Gesundheitsförderung und –vorsorge zu ebnen.

Gesünder leben dank Handarbeit

Gemeinsam mit dem Projekt Sinnvoll setzt sich Dr. Jaleel dafür ein, die positive Wirkung von Handarbeit auch im öffentlichen Gesundheitswesen anzuerkennen. Als Wissenschaftlerin möchte sie außerdem in Zukunft verstärkt die Wirkung von Handarbeiten auf das Herz-Kreislauf-System und auf Prozesse im Gehirn untersuchen.

Das ganze Interview mit Dr. Edda Jaleel lesen Sie in The Knitter 44/2020. Hier geht’s zur Bestellung.

The Knitter