Strickreise

Voller Erwartung und Spannung, was wohl während der Strickreise auf sie zukommen wird, reisten die Teilnehmerinnen nach Salzburg. Getrieben von der Leidenschaft zu Wolle und Nadeln, wollten die Kursteilnehmerinnen Neues erleben und lernen. Ein Raunen ging durch den Raum während der Vorstellung des Projektes. Anspruchsvoll – ohne Frage!

Stricken

Das Projekt dieser Strickreise war ein Tuch, welches auch problemlos zum langen Schal gestrickt werden kann. Regina Bühler, die Chefredakteurin einiger OZ-Zeitschriften hat das Tuch entworfen.  Sie übernahm auch die Workshopleitung dieser Reise. Das Besondere an diesem Projekt war die Mustervielfalt. Patentzöpfe trafen auf verkürzte Reihen im Wellenmuster und auf einfaches und doppeltes Zopfmuster.  Abschließend rundet Ajourspitze das Projekt am Rand ab. Die erfahrenen Strickerinnen bewunderten den Schal, fühlten die weiche Roma Wolle von Pro Lana und suchten sich Ihren Wunschfarbton aus. Die Auswahl war groß und farbenfroh, da war es gar nicht so leicht, sich auf eine Farbe festzulegen.

Für einige waren die Ergonomics Stricknadeln von Prym eine neue Erfahrung. Ebenfalls die Yoga Zopfmusternadeln sorgten für Gesprächsstoff. Fleißig probierten die Teilnehmerinnen die Nadeln aus und strickten die Wolle an. Bereits nach kürzester Zeit waren die ersten Muster zu erkennen. Leicht begonnen sollte sich der Schwierigkeitsgrad im Laufe der Reise steigern. Für alle neu war das anspruchsvolle Wellenmuster mit verkürzten Reihen. Nach der Einführung und der Erklärung des Musters wurde losgestrickt. Regina Bühler bot die Hilfestellung um Reihe um Reihe aneinander setzen zu können.  Jedes Muster war eine neue Herausforderung auf die sich die Teilnehmerinnen motiviert stürzten.

& Reisen

Die Ausflüge und Pausen sorgten immer wieder für Abwechslung. Während dieser Auszeiten bestaunten und genossen die Reisenden die beeindruckende Landschaft, das Bergpanorama, den klaren Blick auf den Watzmann, das strahlende Blau des Mondsees, die herbstlich leuchtenden Blätter der Bäume und die wunderschöne Innenstadt von Salzburg.
Während der  Stadtführung wurden die prächtigen Gebäude, schmalen Gässchen und vielen kleinen Details bewundert, die das herrschaftliche Salzburg zu bieten hat. Bei strahlendem Herbstwetter machte die Stadtführung umso mehr Spaß und ließ die Stadt im strahlenden Licht glänzen.

Die kühle und klare Bergluft beim Ausflug zum Mondsee inspirierte und gab Energie um weiter zu machen. Kaum auf dem Schiff platzgenommen, zückten die Teilnehmerinnen wieder die Stricknadeln und in der wunderschönen Kulisse des Mondsees strickten sie weiter am Projekt. Eine Leserin hat sich ganz spontan noch während der Schifffahrt angeschlossen und auch von Ihren persönlichen Strickerfahrungen erzählt und direkt mitgestrickt. Die Abende der Strickreise klangen beseelt und glücklich bei gutem österreichischem Essen und noch besserer Gesellschaft aus.

Stricken, Stricken, Stricken

Das Stricken kam definitiv nicht zu kurz auf dieser Reise. Egal ob bei den Workshops, auf den Ausflügen oder beim gemeinsamen Essen. Die Prym Nadeln und Pro Lana Roma Wolle war stets zur Hand und Stricken war das vorwiegende Thema. Wollempfehlungen, Muster, sowie Tipps und Tricks wurden fleißig ausgetauscht. Dabei zeigten sich die Reisenden Ihre alte Projekte und aktuelle Strickwerke. Aus dem gesammelten Erfahrungsschatz konnte jeder profitieren, die Gemeinsamkeiten waren spürbar. Anderen mit Gestricktem eine Freude zu bereiten gehört scheinbar genauso zum Stricken, wie Wolle und Nadeln. Die Teilnehmerinnen stricken zuhause überwiegend für Freunde und Familie. Eine Teilnehmerin erzählt von Ihren Seelenschmeichlern, die sie einem Kinderhospiz zukommen lässt und damit den kranken Kindern ein Lächeln entlockt. Viele finden Freude bei kleineren regelmäßigen Stricktreffen in der Heimat. Aber so eine gemeinsame Reise war für alle etwas Besonderes.  Raus aus dem Alltag, rein ins Salzburger Land. Unter Gleichgesinnten verbesserten sich die eigenen Fähigkeiten, neue  Muster wurden erlernt und der ein oder andere hilfreiche Tipp konnte mit nach Hause genommen werden.
Ein Andenken, das bestimmt bleibt, ist das zeitlose Tuch, das hier gemeinsam gestrickt wurde.