The Weekender: Windbeutel

Eines der bekanntesten Zitate der Welt lautet in etwa so: Am Sonntag, da sollst Du ruhen.

Leider ging der zweite Teil dieses Zitates über die Jahrtausende verloren. Der hieß nämlich: „…. und Kuchen essen!“

Meine Mama hat bei der Erziehung der Töchter sehr viel Wert auf einen Leitsatz gelegt: Am Sonntag gibt es definitiv immer Kuchen – auch dann, wenn es gesetzlich verboten werden sollte. Kuchen ist ein unumstößliches Muss. So kann ich nun „Kuchen“ total gut und für dieses Wochenende hab ich mir also was richtig leckeres für Euch ausgedacht: Windbeutelchen!

Ich finde den herkömmlichen Windbeutel in seiner Form und Größe immer etwas umständlich zu essen. Daher habe ich meine Version in „länglich“ gemacht.

Wer nun dem Grundmaterial „Brandteig“ etwas skeptisch gegenübersteht, dem kann ich sagen: Traut euch dran, das ist wirklich einfach und gut zu schaffen. Mein Rezept für den Teig stammt aus dem Schulkochbuch meiner Oma (damals noch für 30 Pfennig zu  haben 🙂 ) und geht so:

1/4 Liter Wasser und 50g Butter (wir verzichten an dieser Stelle auf Schweineschmalz…örks…! Alternativ geht auch vegetarische Margarine) in einem Stieltopf kurz aufkochen. Von der Kochstelle nehmen und eine Mischung aus 150g Mehl und 25g Speisestärke auf einmal hinzufügen. Mit einem guten Holzkochlöffel dann zackig rühren, rühren, rühren bis ein geschmeidiger Kloß entsteht. Hierbei muss man auf nichts speziell achten. Einfach nur gut rühren und der Kloß formt sich von selbst (dauert knapp 1 Minute). Anschließend wird dieser „abgebrannt“ (daher der Name Brandteig). Dafür zieht man den Topf wieder auf die noch angeschaltete Herdplatte und rührt weiter, bis sich auf dem Boden der Casserole eine weiße Mehlschicht gebildet hat. Dies dauert ebenfalls knapp 1 Minute.

Danach kommt der heiße Kloß sofort in eine Schüssel und das Rührgerät oder die Rührmaschine kommt zum Einsatz. Hiermit werden nun nach und nach 4-6 Eier (abhängig von der Eigröße) nach einander unter den Teig gerührt. Jedes Ei sollte hier schon so seine Minute Rührzeit bekommen. Laut Omas Kochbuch ist der Teig gut, wenn er stark glänzt, in langen Spitzen vom Löffel reißt und so ausschaut:

Erdbeerwindbeutel

Dann wird in einer letzten Runde 1 gestrichener TL Backpulver kurz untergerührt.

Danach die Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle (9er) füllen und etwa Fingerlange Streifen auf ein Backpapier gespritzt.

Erbeerwindbeutel

Bei 200° Heißluft 20-30 Minuten backen, dabei in den ersten 15 Minuten nicht den Backofen öffnen, da der Brandteig sonst zusammenfällt.

Direkt nach dem Backen mit Puderzucker bestäuben.

Gefüllt werden die abgekühlten Windbeutel dann mit (vanillegezuckerter) Sahne und einem kleinen Salat aus Erdbeeren, etwas Puderzucker und in Streifen geschnittenen Minzeblättchen.

Aber was die Füllung angeht, so sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Lasst Euch inspirieren und zu leckeren Kombis verführen.

 

Was ist denn Euer leckerster Lieblings-Sonntagskuchen?? Ich bin gespannt und freue mich über Kommentare und Vorschläge!

 

Macht’s euch sonntagsschleckerlecker!

Jasmin