Eigentlich immer total angesagt und dauerhaft trendy sind Armbänder. Meist sind sie Mitbringsel aus dem Urlaub oder auch mal nur eine einfache Lederschnur mit einem schönen Andenken als Anhänger. Aber nicht selten sind sie handmade. Für sich selbst, oder die liebsten Freunde und Familienmitglieder.

Völlig hipp in den 90ern waren geknüpfte Freundschaftsbänder und gerade diese erleben seit einiger Zeit ihr großes Revival.

Von 1993 bis 1995 hatte jedes meiner linken Jeansbeine zwei kleine ausgefranste und nebeneinanderliegende Löcher im Stoff.

Hier klemmte bei jeder Gelegenheit die Sicherheitsnadel mit vielen bunten Fäden dran, welche auf jeder Busfahrt (oder auch mal in ultimativ langweiligen Physikstunden…) zu einem geknüpften Armband wurden. Ich war einfach süchtig und selbst die Katze kam nicht umhin ein selbst geknüpftes Halsband zu tragen…tragen zu müssen.

Für damalige taschengeldliche Budgetverhältnisse und den Einkaufsmöglichkeiten für geeignetes Knüpfmaterial, waren meinem wilden Schaffen auf dem Dorf leider ziemliche Grenzen gesetzt. Daher musste Topflappengarn herhalten. War aber letztlich weniger schlimm, denn zum Glück gab es gerade diese Qualität in richtig vielen tollen Farben im ortsansässigen Handarbeitslädchen. Und man hatte auch die Möglichkeit, die verschiedenen Farben mit anderen Gleichgesinnten (besser gesagt, Süchtigen) wiederum zu tauschen.

Was die Muster anging, so knüpfte ich meist die guten, alten Chevron-Streifen und -Karos.

Hatte man das fertige Freundschaftsbänder aber erstmal umgebunden und verknotet, so hielt das fast schon für eine kleine Ewigkeit. Wiederverschließbar ging das irgendwie nicht.

Ähnliche Fragen hierzu hatte sich bestimmt auch mal Wolfgang Petry gestellt.

Seit Februar 2018 haben wir beim Christophorus Verlag nun aber die Lösung hierfür schlecht hin gefunden, mit dem  es am Hand- oder Fußgelenk auf jeden Fall mehr Flexibilität und Freiheit beim Bänderschmuck gibt.

Eine einfache Flechtschlaufe auf der einen Seite, sowie ein hübsches Charm auf der andern Seite, ergeben einen wunderbaren Verschluss.

Wie das genau funktioniert und welche tollen Knüpfschemen die Autorin Mareike Grün sich ausgedacht hat, könnt ihr in dem tollen Buch „Freundschaftsbänder – klein aber (b)oho“ finden.

Einen kleinen Vorgeschmack für Euch – nämlich das wunderschöne Armband „Remember me“- könnt ihr aber hier und heute schon bekommen.

 

Alles was ihr zum nachknüpfen benötigt, ist Stickgarn (oder dünnes Baumwollgarn) in 4 verschiedenen Farben, jeweils ca. 260cm lang. Letzteres hört sich jetzt wirklich sehr lang an, aber man kann solch Knüpfschnüre ganz gut zu einem kleinen „Knäuel“ wickeln und mit einer einfachen Schlaufe als solches fixieren, bis man Nachschub beim Knüpfvorgang benötigt.

Ebenfalls benötigst du als Verschluss ein Charm deiner Wahl. Das kann eine größere Perle, eine Muschel, eine Münze mit einem Loch oder auch mal ein toller alter Knopf sein. Hier ist deiner Fantasie keine Grenze gesetzt. Alles, was groß genug ist, um durch die anfangs geflochtene Schlinge zu passen, ist tiptop.

Das Knüpfschema kannst du dir als PDF herunterladen.

Viel Spaß beim Knüpfen wünscht dir

Jasmin