Espadrilles-Mollie-Makes

In den 80ern waren sie der Modetrend schlechthin: Espadrilles! Leichte Sommerschuhe aus Stoff mit einer Sohle aus geknüpften Hanf- oder Flachsfasern.

Sogar Sonny Crocket und Rico Tubbs, die beiden Ermittler der damaligen Kultserie „Miami Vice„, trugen die ursprünglich provenzialischen Fußlieblinge. Vorzugsweise und passend zum Jackett in strahlendem Weiß.

Und wir wissen: Was in den 1980ern angesagt war, ist heute einmal mehr trendiger.

So locker und leicht sie wirken, so einfach sind sie auch nachzuarbeiten.

Alles, was Du dafür brauchst, sind folgende Materialien:

  • Mollie Makes Nr. 36ein Paar Espadrilles-Sohlen in deiner Größen
  • ein praktisches Werkzeugset zum annähen der Sohle
  • die Ausgabe 36/2018 der Mollie Makes oder ein Schnittmusterset „Classic“ von Prym
  • zwei deiner Lieblingsbaumwollstoffe
  • dünne Bügeleinlage zum Verstärken der Schnittteile
  • Baumwollkordel für die Bindebänder
  • Bordüre, falls Du wie ich einen kleinen (hier goldenen ) Akzent an der Oberseite deiner Espadrilles setzen möchtest.
  • dünnes, festes Baumwollgarn oder Stickgarn für die typische Sohlennaht
  • Werkzeuge: Stoffschere, Stecknadeln, Pauspapier, Fingerhut
  • außerdem: Sommermusik, Kaltgetränk

Und schon kann’s los gehen.

Espandrilles feststeckenNachdem Du den Schnitt aus der Mollie Makes vergrößert und Deine Schuhgröße ausgeschnitten hast, arbeitest Du die einzelnen Nähschritte nach.

Danach kommt der etwas schwierige Teil. Hierbei nicht technisch gesehen, sondern am körperlichen Aufwand gemessen. Das Durchstechen von Stoff und Sohle braucht nämlich etwas Kraftaufwand. Das Werkzeugset von Prym mit den praktischen Nadelgreifern aus Gummi ist dafür optimal. Diese verhindern nämlich, dass Dir beim Durchziehen der Nähnadel diese an den Fingern abrutscht.

Wichtig, bevor Du überhaupt mit der Außennaht loslegst, ist das Feststecken der einzelnen Teile an der Sohle. Hierbei solltest Du darauf achten, genau, grade und bündig zu arbeiten, um Falten oder ein „Schiefsitzen“ zu vermeiden. Gut gesteckt ist halb genäht, wie Oma Radel sagen würde.

Hast Du alle 4 Teile angenäht (Qualität und Gründlichkeit merkst Du auch daran, dass Du dich mindestens 3 Mal wie Schneewittchens Mom‘ in den Finger gestochen hast und die Fingerspitzen von Zeigefinger und Daumen deiner Nähhand taub sind. 🙂 ), brauchst Du nur noch die Kordel durch die Schlaufe an der Ferse ziehen und schon kannst Du auch schon in Deine neuen Espandrilles schlüpfen.

 

Ist das nicht ein tolles Gefühl? Neue Lieblingsschuhe und diese auch noch selbst genäht?

Da mich – wie fast immer, wenn mich kreative Dinge infizieren- dieses „tolle“ Gefühl zu Hochkonjunktur treibt, könnte man sagen, mein Schuhstaat zu Hause expandierte nicht, sondern „expan-drillierte“. Mittlerweile bin ich nämlich stolze Besitzerin von 3 Paar selbst genähten Exemplaren.

Das wären selbst Sonny und Rico neidisch 🙂

Sonnige Grüße,

Eure Jasmin