Schalen aus Beton - Weekender

Betonschalen lassen sich in den verschiedensten Varianten und für die verschiedensten Einsatzzwecke kreieren. Neben dem herkömmlichen Gießverfahren mit „Schüssel“-Formen, gibt es aber auch eine rustikalere Methode ihn in Schalenform zu bringen. Ganz einfach mit einem Luftballon.

Beton! Ein Wort wie Nutella! Für mich jedenfalls. Denn die Nutzung jedes dieser Schmankerl versetzt mich stimmungstechnisch in Hochform. Beides ist so herrlich vielseitig auf seine eigene Weise. Ob mit oder ohne Butter. 🙂

Neben der Möglichkeit eine einfache Schale zu gießen, kann man den Beton auch in Form modelieren. Hierzu habe ich Luftballons zu verschiedenen Größen aufgepustet, mit dem Knoten nach unten in ein Gefäß zum besseren Stand gestellt und dann auf die Oberseite den Beton aufgebracht.

Von der Konsistenz her, muß die Betonmasse recht dick und zäh sein, aber nicht trocken. Wenn man ihn im Mischeimer beispielsweise zu einer Kugel formt, sollte er diese Form behalten. Dann ist er genau richtig.

Nun vorsichtig Stück für Stück bzw. Schicht für Schicht den Beton von oben auf den Luftballon aufbringen und ihn in ungleichen Zügen abwärts ziehen lassen. Hierdurch bilden sich oft auch kleinere Löcher, die später die Schale, bestückt mit einem Kerzenlicht, sehr wunderschön durchbrechend scheinen lassen.

Neben der „Leuchtvariante“, die ich innen mit Goldfarbe ausgemalt und ganz leicht mit Goldsternchen bestreut habe, kann man die Schalen auch als Blumenbad und mit etwas Moos und einem Ei bestückt, auch als frühlingliche Osterdekoration nutzen. Jede Variante hat ihren Charme für sich.

Wichtige Tipps für Euer Projekt:

  • Beton ist ätzend! Deshalb bei der Verarbeitung immer eine Schutzbrille, einen Mundschutz und Handschuhe tragen.
  • Für ein ebenmäßiges Endergebnis, den Beton vor dem Anrühren sieben und die groben Splitsteinchen entfernen.
  • Den Luftballon nicht zu prall aufpusten. Da im Beton noch Sand und Kleinstteile an Kies sind, können diese den Ballon zum Platzen bringen.
  • Normalerweise ölt man Formen, die man später wieder vom Beton lösen möchte, vorher ein.  Darauf verzichten wir hier. Bei der Ballonvariante der Schalen ist das störend, da die Masse durch das Öl eher „Fahrt kriegt“ und nach unten gleitet. Dies passiert ebenfalls, wenn der Beton zu flüssig ist.
  • Seid ihr mit dem Auftrag und dem Sitz der Masse zufrieden, dann legt oben auf die Spitze (die spätere Unterseite der Schale) eine glatte Scheibe und drückt sie ganz leicht an. Ich nehme dazu immer die Acrylgläser von schwedischen Bilderrähmchen. Dies bewirkt, dass die Schale später einen glatten und sicheren Stand hat, auf dem sich auch gut ein Stück Filzgleiter als Kratzschutz für Holztische etc. aufbringen lässt.
  • Für ein Blumenbad muss die Schale innen zum Abschluss mit Klarlack eingepinselt werden. Der Beton nimmt sonst das „alte“ bzw. abgestandene Blütenwasser nach und nach auf und gibt dies in die nächste Füllung wieder ab, was zur Folge hat, dass sich Fäulniserreger vermehren und für schnelleres Verwelken der nächsten Blüte sorgen.
  • Die Ballonschalen mindestens 2 Tage gut trocknen lassen. Je dünner die aufgebrachte Betonschicht ist, desto schneller kann sie beim Entformen brechen. Geduld lohnt sich hier definitiv. Und ich weiß, diese aufzubringen, ist manchmal ganz schön schwer.
  • Ist alles gut trocken, die Schalen samt Ballon vorsichtig umdrehen und auf die geglättete Rundung setzen. Nun oben am Knötchen des Ballons ein kleines Loch einschneiden, sodass die Luft l-a-n-g-s-a-m entweichen kann.
  • Übrigen Betonstaub auspusten.

Ab jetzt darf ganz kreativ gestaltet werden. Mit Metallicfarbe, Acrylfarbe, Klarlack und wer möchte, Streuglitterteilchen.

 

Macht’s Euch schön!

Viel Spaß beim Werkeln wünscht Euch,

Jasmin