Bild von Frida Kahlo aus dem Buch 50 Künstlerinnen

Yeah, Weltfrauentag! Weit sind wir Frauen gekommen, wenn wir alleine daran denken, dass wir in Deutschland gerade mal seit 100 Jahren wählen dürfen und es erst drei Generationen her ist, dass Männer bestimmen konnten, ob wir arbeiten oder nicht. Noch gibt es viel zu tun. Bei uns in Deutschland geht es konkret um Dinge wie Lohngerechtigkeit und Chancengleichheit in Beruf und Politik, während in anderen Ländern die Frage nach Frauenrechten immer noch bei Themen wie dem Recht auf Selbstbestimmung verharrt.

Im kreativen Bereich sind wir Frauen es gewohnt, unter uns zu sein. Kaum jemand weiß heute noch, dass wir, wenn wir stricken, eigentlich Männerarbeit machen – war es doch früher üblich, dass Frauen die Wolle sponnen und Männer sie verstrickten. Gerne haben wir diese Domäne besetzt und leben kreativ, egal ob wir nähen, stricken, häkeln oder schöne Dinge gestalten.

An der Stelle, an der aus Kreativität Kunst wird, treten Frauen allerdings weniger ins Rampenlicht, obwohl sie historisch gesehen immer in gleichem Maße künstlerisch tätig waren wie Männer. Hier möchten wir am Weltfrauentag in die Bresche springen und Euch einen Buchtitel vorstellen, der am 4. März im Prestel-Verlag erschienen ist und wunderbar zu uns passt. Denn mit „50 Künstlerinnen, die man kennen sollte“, erfahren wir mehr über eigenwillige Frauen in der Kunst, können auf jeder Party mit Wissen brillieren und diesen kreativen Frauen wieder einen Namen geben.

Buch 50 Künstlerinnen50 Künstlerinnen, die man kennen sollte: Ein umfassender und gleichzeitig kompakter Überblick über weibliches Kunstschaffen

Bildende Kunst war lange eine Männerdomäne, in der Frauen lediglich als begehrtes Modell eine Rolle spielten. Einzelne Künstlerinnen wie Artemisia Gentileschi oder Angelika Kauffmann sind strahlende Ausnahmen, die ihre ungewöhnlichen Karrieren nicht zuletzt ihren progressiven Familien verdankten. Erst mit dem Beginn der Moderne kämpften sich künstlerisch tätige Frauen vermehrt in die Öffentlichkeit und nahmen den Raum ein, der ihnen gebührte. Der vorliegende Band bietet eine inspirierende Übersicht über 50 bedeutende Künstlerinnen von der Renaissance bis zur Postmoderne. Die Autorinnen berichten von ungewöhnlichen Biografien und bahnbrechenden ästhetischen Ansätzen, sie zeigen weltbekannte Meisterwerke und wenig gesehene Neuentdeckungen und vermitteln damit einen umfassenden und gleichzeitig kompakten Überblick über weibliches Kunstschaffen.

50 Künstlerinnen, die man kennen sollte, enthält Texte und Abbildungen unter anderem zu Marina Abramović, Louise Bourgeois, Sophie Calle, Camille Claudel, Isa Genzken, Eva Hesse, Hannah Höch, Jenny Holzer, Frida Kahlo, Käthe Kollwitz, Tamara de Lempicka, Maria Sibylla Merian, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Niki de Saint Phalle und Élisabeth Vigée-Lebrun.

Paperback, Flexobroschur, 160 Seiten, 19,3 x 24,0 cm,120 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-7913-8539-6
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Prestel